TC Degerloch Hohe Eiche e. V.
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Chronik

Wie der TC Degerloch Hohe Eiche e. V. zu dem wurde, was er heute ist!

 

Vor geraumer Zeit - manch eine(r) unter Ihnen hat es vielleicht gar nicht mehr so in Erinnerung - feierte der TC Degerloch Geburtstag. Das ist an sich nichts, um das man sonst viel Aufhebens macht. Aber in diesem Fall scheint es doch angebracht, die Entwicklung ein bisschen Revue passieren zu lassen. Dass es unseren Tennisclub überhaupt gibt, liegt ja bekanntlich zu einem großen Teil an der ehemaligen Post SG. Die wirtschaftlich miserable Situation des einstigen Hauptvereins lag den Vorstandsmitglie- dern der Tennisabteilung - allen voran Hans Kärcher - schon über zwei Jahre vor dem späteren Konkurs der Post SG schwer im Magen. Zu Recht, wie sich herausstellen sollte. Also heckte man kurzerhand einen Plan aus, wie wenigstens die Tennisabteilung im Ernstfall zu retten wäre. Die Lösung war bald gefunden, und so setzten sich Hans Kärcher mit Hans Galautz, Hartwig Wirth, Paul Beutel, Wilhelm Gemmrich und Monika Bayer im Februar 1995 sozusagen in geheimer Mission zusammen, um den TC Degerloch Hohe Eiche e.V. als eigenständigen Tennisclub aus der Taufe zu heben. Als Vorstand an dessen Spitze: Wolfgang Hauser, Hans Kärcher und Hartwig Wirth.
Diese frühe Initiative hat sich rückblickend voll und ganz bezahlt gemacht. Denn in der Folgezeit verdüsterte sich der Himmel über der Post SG immer mehr, und es kam, was kommen musste: der finanzielle Ruin und damit im Juli 1997 die Konkurseröffnung. Die über der Anlage aufgezogenen, schweren Gewitterwolken verzogen sich freilich nur langsam. Vorerst war mehr als unklar, was mit dem Verein und dem Gelände passieren würde. Die Überlegung, die Tennisabteilung mit anderen ebenfalls rentabel wirtschaft- enden Abteilungen der ehemaligen Post SG zu einem neuen Großverein zusammenzuführen, wurde bald wieder fallengelassen, denn die Mitglieder der in Frage kommenden Abteilungen wollten - wie bisher - lediglich ihre reinen Mitgliedsbeiträge und nicht - wie die Mitglieder der Tennisabteilung schon seit jeher - auch noch Sonderbeiträge bezahlen. Damit war klar: Die Tennisabteilung bleibt eigenständig. Den Verein dazu gab's ja bereits. Jetzt galt es natürlich, mit dem Sportamt der Stadt Stuttgart und der Hauptgläubi- gerin der ehemaligen Post SG, der Landesgirokasse, in Verhandlungen zu treten. Ab dem Frühjahr 1998 ging's dann so richtig zur Sache. Erstes Aufatmen: Die Nutzung der Tennisplätze war zumindest für die Sommersaison 1998 zugesagt. Dann tauchte allerdings noch der israelitische Sportverein TSV Makkabi auf. Schon seit längerem auf der Suche nach einer eigenen Anlage, stellte dieser Verein Ansprüche auf das Gelände der ehemaligen Post SG. Der massive Einsatz des kompletten Vorstands des TC Degerloch sowie unter anderem ein Brief von Ernst Lind an Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster ließen diese Ansprüche jedoch wieder im Sande verlaufen. Doch da war noch ein anderes Sorgenkind: die Tennishalle. Ohne die kann ein Verein mit aktiven Mannschaften schließlich nicht sinnvoll arbeiten. Bekommt der TC Degerloch die Möglichkeit, die Halle zu erwerben? Diese Frage stand lange Zeit im Raum. Denn mit der Zeit haben auch einige private Investoren spitz gekriegt, dass es da für sie unter Umständen etwas zu holen gibt. Der Landesgirokasse als Hauptgläubigerin der ehemaligen Post SG, ging es in erster Linie darum, soviel Geld wie nur möglich in die Kasse zu bekommen, um den entstandenen Schaden zumindest einigermaßen wieder ausgleichen zu können
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Doch da waren ja noch das Sportamt der Stadt
Stuttgart unter Leitung von Herbert Aupperle sowie der Vorsitzende des Sportkreises der Stadt Stuttgart, Werner Schüle. Die beiden Herren haben durch ihre positive Einstellung gegenüber dem TC Degerloch letztlich auch die Landesgiro- kasse davon überzeugen können, dass als Käufer der Halle am Ende doch eigentlich nur der TC Degerloch in Frage kommt. Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang der Konkursverwalter Martin Benzing: Auch auf sein großes Engagement ist es zurückzuführen, dass der TC Degerloch heute zuversichtlich in die Zukunft blicken kann. Benzings Auflage, die Trennung der Versorgungsleitungen vom ehemaligen Post SG-Gebäude zur Tennishalle noch vor Beginn der Wintersaison 98/99 durchführen zu lassen, brachte den Vorstand zwar nochmals ordentlich ins Schwitzen, am Ende konnte aber auch dieser Stein aus dem Weg geräumt und der Spielbetrieb in der Halle am 28. September 1998 aufgenommen werden. Inzwischen ist das Jahr 1999 schon wieder ein paar Monate alt. Die Situation des TC Degerloch ist mittlerweile mehr als erfreulich. Das finanzielle Fundament ist solide, die Mitgliederzahl steigt konstant, die Pacht für die Tennisplätze wurde unbefristet verlängert, die Tennishalle gehört dem Verein und erhielt rechtzeitig zur Wintersaison 1999/2000 einen neuen Boden. Wer hätte das damals gedacht? 
 
Matthias Gaul

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